

Beim Injection-Molding- oder Spritzgieß-Verfahren zur Herstellung von Gummiformteilen wird die Kautschukmischung auf einer Spritzgießmaschine zunächst in einem Schneckenaggregat vorgewärmt und plastifiziert (80-100°C) und dann über Angußkanäle in die aufgeheizte Form eingespritzt. Je nach Bauart unterscheidet man horizontale und vertikale Spritzgießmaschinen. Der Einspritzvorgang erfolgt entweder durch direktes Verschieben der Schnecke im Zylinder oder durch Injektion über einen separaten Zylinder (Spritzkolben).
Das IM-Verfahren ist gegenüber dem
Compression-Molding- bzw. Pressverfahren (CM) das modernere
Verfahren zur Herstellung von Gummiformteilen. Durch die Plastifizierung
im Spritzaggregat lassen sich gegenüber dem CM-Verfahren deutlich
geringere Heizzeiten erzielen. Bei Einsatz geeigneter
Handling-Technologie zur Entnahme der Gummiformteile ist auch ein
vollautomatischer Formgebungsprozess möglich.
Das in den Angußkanälen ausvulkanisierende Elastomermaterial muß als
Vulkanisationsabfall entsorgt werden. Durch den Einsatz von
Düsen-Kaltkanälen kann
diese Abfallmenge jedoch erheblich reduziert werden.

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