Mikro-Verbundteile: Anker für Steuerventile

Steuer- und Regelventile benötigen in vielen Fällen Elastomer-Mikro-Verbundteile, die eine hochpräzise Elastomer-Dichtfläche aufweisen. Dies gilt auch bei zwei Ankern, die jetzt von Hoffmann an die Firma Asco Joucomatic geliefert werden. Diese Anker steuern unter Magneteinwirkung die Luftverteilung in einem Ventil, welches zur Steuerung von medizintechnischen Vorrichtungen dient.

Für ein Zweikammerdrucksystem wird ein Anker mit einseitiger Dichtung, für das Dreikammerdrucksystem ein Anker mit beidseitiger Dichtung eingesetzt. Die Dichtfläche wird nach dem Vulkanisieren auf +- 0.015 mm Genauigkeit ohne Eintrag von Metallspänen geschliffen, wobei die Oberfläche eine Rauzahl von mindestens Rz3.2 aufweisen muß.


Da mit sehr geringen Drücken gearbeitet wird, müssen die Dichtflächen frei von Riefen, Lunkern und Verunreinigungen sein, damit der Druck über einen sehr langen Zeitraum konstant gehalten werden kann.

Mikroteile von Hoffmann unterstützen die Medizintechnik mit Präzisions-Mikro-Hybridteilen für innovative und fortschrittliche Entwicklungen zum Wohle der Patienten.


 

 


Formschläuche neu im Angebot

Die Einsatzgebiete von hochelastischen Formschläuchen beginnen dort, wo herkömmliche Rohre an ihre Grenzen stoßen. Vor allem bei engen und komplizierten Einbausituationen können die notwendigen Biegeradien nur durch Formschläuche erreicht werden. Mit ihnen lassen sich nahezu alle Geometrien realisieren.

So ist es nicht verwunderlich, dass gerade bei der Herstellung von Formschläuchen überwiegend kundenspezifische Vorgaben ihre Berücksichtigung finden.

Daneben haben sich die Formschläuche auch zur Schwingungsdämpfung bewährt. Sie nehmen Schwingungen auf, gleichen Toleranzen aus und beugen so Vibrationen vor. Formschläuche dienen als Entkopplungselemente zwischen Aggregaten.

Weitere Vorteile sind deren abdichtende Funktion, die Passgenauigkeit, die beständige Qualität und hohe Lebensdauer. Anforderungen an Alterungs-, Temperatur- und Witterungsbeständigkeiten werden durch die Wahl des geeigneten Elastomers, wie beispielsweise EPDM, erfüllt.

Die Hoffmann-Formschläuche entsprechen den EU-Richtlinien wie RoHS, Altautoverordnung, Flammschutzmittel, etc. Sie finden ihre Anwendung in Staubsaugern, Baumaschinen, Fahrzeugen, Kühlwasserbereiche, Heizungssysteme, Luftfiltern, Fluidtechnik, und Kompressoren.
Eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich zusätzlich durch das Ein- oder Anvulkanisieren von Metall- oder Kunststoffteilen.

Gerne liefern wir auch ihnen den auf ihre individuellen Anforderungen zugeschnittenen Formschlauch.

 

 

 


Einführung IQS-Programm

Start IQS Quality Center

Prozesse zu analysieren und zu optimieren und dabei die Qualität der Produkte zu steigern, das gehört zum Tagesgeschäft eines erfolgreichen Produktionsunternehmens.

Um diese kontinuierliche Prozess-Verbesserung (KVP) noch effizienter zu gestalten, setzt die Hoffmann GmbH seit Januar 2010 das neue IQS-Quality-Center der IQS Software GmbH aus Baden Baden ein.

Der Start erfolgte mit den Modulen iqs WE für den Wareneingang und iqs SPC zur Überwachung der Formteilproduktion. Weitere Bausteine sollen in den nächsten Monaten das modular aufgebaute CAQ-System ergänzen.

Qualitätsmängel, die bereits bei der Lieferung von Vorprodukten auftreten, ziehen sich durch den ganzen weiteren Fertigungsprozess und beeinträchtigen die Gesamtqualität eines Produktes. Die Prüfung der qualitätsrelevanten Merkmale im Wareneingang WE reduziert dieses Risiko beträchtlich.

Die statistische Prozesskontrolle SPC wird als fertigungsbegleitenden Prüfung, Prozessregelung und Prozesskontrolle sowie als Zwischenprüfung in der Formteilproduktion eingesetzt. Alle gewonnenen Ergebnisse dienen der aktuellen Dokumentation der Qualitätssituation des Spritzgießprozesses. Im Leitstand des Programmes stehen umfangreiche Tools zur Auswertung der Qualitätsregelkarten und zur Prozessoptimierung zur Verfügung.


 

 


Hätten Sie´s gewusst? Gummi aus Löwenzahn

Der Naturrohstoff Kautschuk ist seit über 2000 Jahren im Gebrauch. Naturkautschuk gewinnt man aus dem Saft des Gummibaumes, der sogenannten Latexmilch. Schon bei den Mayas findet man erste Hinweise auf Figuren aus Kautschuk und ein rituelles Spiel mit einem Kautschukball. Trotz zahlreicher synthetischer Kautschuktypen, ist Naturkautschuk auch heute noch ein begehrter Rohstoff, da sein Eigenschaftsprofil von synthetischen Werkstoffen nicht erreicht wird. Viele Produkte des täglichen Lebens enthalten Naturkautschuk. Bekannteste Beispiele sind Autoreifen, Katheterschläuche und Latexhandschuhe und Kondome.

Eine völlig andere Quelle für Naturkautschuk haben jetzt Forscher des Fraunhofer-Institutes für Molekularbiologie und angewandte Oekologie (IME) in Aachen entdeckt: Löwenzahn.

Um Löwenzahnsaft für die industrielle Weiterverarbeitung nutzbar zu machen, haben die Wissenschaftler ein gentechnisches Verfahren entwickelt, welches das Verharzen der Latexmilch an der Luft verhindert und eine teure und umweltschädliche Aufbereitung überflüssig macht. Derzeit konzentrieren sich die Forscher auf die Züchtung von Pflanzen mit hohem Flüssigkeitsanteil.




Zum Einsatz kommt Löwenzahn aus Kasachstan. Der sieht dem deutschen Pendant sehr ähnlich, liefert aber deutlich mehr Saft. Die Qualität des Kautschuks aus Löwenzahn soll genau so hoch wie beim Gummibaum sein. Er habe sogar den Vorteil, dass er anders als herkömmliche Produkte keine Allergien auslöse. Dies wäre für medizintechnische Anwendungen von großem Vorteil.
Da synthetisch hergestellte Kautschukprodukte wegen steigender Ölpreise immer teurer werden, könnte der Löwenzahn eines Tages zu einem wichtigen Gummilieferanten werden.

Das Fraunhofer IME-Projekt wurde Ende 2009 vom Time Magazine unter den 50 besten Erfindungen des Jahres 2009 ausgezeichnet (Quelle: www.ime.fraunhofer.de).